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Dieses Buch, unser erster Lesertipp, verdient zu Recht die Bezeichnung, ein
vollständiges Werk über die räumliche Statistik zu sein. Fast 900 Seiten
benötigt N. Cressie, um seinen Anspruch, die ungleiche Literaturlage über die
Teilbereiche der räumlichen Statistik zusammenzufassen bzw. auszuweiten, zu korrigieren
und auf einen einheitlichen Level zu bringen, gerecht zu werden. Mit Erfolg! Das einführende
Kapitel veranschaulicht seine Intention, nach der N. Cressie die räumliche Statistik nach dem
jeweiligen Datentyp in drei Hauptkapitel unterteilt: Erstens geostatistischen Daten
(in Übereinstimmung von Matherons Konzept der Geostatistik), zweitens Gitterdaten, d.h. Daten,
die auf regulärem oder irregulärem Gitter erhoben wurden, und drittens Punkt- oder
Objektdaten, die ein bestimmtes räumliches Muster zeigen.
In jedem der Hauptkapitel finden sich theoretische und anwendungsorientierte Teile, die
als solche schon im Inhaltsverzeichnis gekennzeichnet sind. Um die Theorie zu bewältigen,
sind mathematische Kenntnisse gefordert. Nichtmathematiker u.a. können sich auf die
restlichen Kapitel beschränken, in denen allerdings Theorie und Formeln nicht ausgespart
werden. Die Anwendungsbeispiele stammen aus den verschiedensten thematischen Bereichen und
ziehen sich nicht wie in typischen Lern- und Übungsbüchern durch das gesamte Buch.
Insgesamt ist "Statistics for Spatial Data" mehr ein Nachschlagewerk als ein
Einsteigerbuch, dies allerdings umfassend und sowohl für theoretische als auch für
praktische Fragestellungen zu empfehlen.
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