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Der Geostatistical Analyst ist eine Erweiterung ("Extension")
aus der ArcGIS Familie ab Version 8.1. Zur Datenexploration
bietet der Geostatistical Analyst die Erstellung von Histogrammen,
QQ-Plots, Voronoi-Karten und natürlich Variogrammen.
Bemerkenswert ist hier vor allem die interaktive Integration
der Kartendarstellung in die Exploration: klickt man beispielsweise
auf einen Balken des Histogramm werden in der Karte alle Punkte,
die in diese Histogrammklasse fallen, farbig hervorgehoben.
Neben den Pflichtaufgaben wie Identifikation von Ausreißern
oder Auffinden von Trends dient die Exploration vor allem
der Verbesserung des intuitiven Verständnisses über
Struktur und Raumvarianz der Daten.
Zur Interpolation wird der Benutzer von einem Assistenten
unterstützt. Zunächst erfolgt die Auswahl des Datensatzes
und der Interpolationsmethode. Neben Kriging und Cokriging
stehen auch einfache Inverse Distanzverfahren, Polynominterpolation,
aber auch Splines zur Verfügung. (Co-)Kriging gibt es
in den vier Varianten Ordinary, Universal, Simple und Indicator.
Im zweiten Schritt des Wizard wird das zu verwendende Modell
interaktiv angepaßt. In einem Teil des Fensters wird
das Semivariogramm und gleichzeitig das Modell angezeigt,
daneben kann der Bearbeiter Modellparameter ändern und
die Auswirkungen der Änderungen beobachten. Im dritten
Schritt wird die Suchumgebung definiert. Auch hier ist der
interaktiv-explorative Ansatz wiederzufinden. In der linken
Fensterhälfte ist die Datenverteilung dargestellt und
durch Änderung der Parameter und Klicken an einen Ort
wird die Suchumgebung visualisiert und die gefundenen Stützpunkte
markiert. Im vierten und letzten Schritt wird eine Kreuzvalidierung
durchgeführt und deren Ergebnisse werden graphisch und
tabellarisch dargestellt.
Für über die räumliche Interpolation hinausgehende
geostatistische Betrachtungen (z.B. Simulation) ist der Geostatistical
Analyst nicht geeignet, da sein Einsatzspektrum eindeutig
im angewandten GIS-Bereich liegt. Und genau dort liegt seine
Stärke: die interaktiven Möglichkeiten durch die
Anbindung an ein GIS und die komfortable Oberfläche.
Einige Ungereimtheiten wie zum Beispiel die merkwürdige
Variogrammdarstellung im Assistenten gibt es dennoch.
Weitere Informationen finden Sie auch in der deutschen ESRI-Zeitschrift
arcaktuell
4/2001 (S. 26 f.) und im White
Paper.
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